VEM - Numerik - Siemens

Steuerungsentwicklung in Chemnitz
 

Industriegeschichte in Chemnitz

Geschichte der Steuerungs- und Automatisierungstechnik
in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt

Seit den 1950er Jahren werden in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt Produkte der Automatisierungstechnik entwickelt und produziert. Heute ist dies weitgehend in Vergessenheit geraten. Hier soll dieses Kapitel Chemnitzer Industriegeschichte als Zeugnis der sächsischen Ingenieurskunst den technik- und geschichtsinteressierten Menschen in ganz Deutschland etwas näher beleuchtet werden. 

Chemnitz war bekannt als Hochburg des deutschen Maschinenbaus, unzählige Unternehmen der Bereiche Textilmaschinen, Werkzeugmaschinen, Fahrzeugbau schossen nach der Jahrtausendwende 1900 aus dem Boden. Bereits im 19. Jahrhundert hatte die Stadt den Beinamen "sächsisches Manchester". Dieser Trend setzte sich bis zum Ende der DDR fort. So nimmt es nicht Wunder, dass dort, wo Maschinen gebaut wurden, auch die Automatisierungstechnik beste Standortbedingungen vorfand.   



Die Geschichte der Automatisierungs-technik ist eng verbunden mit der Entwicklung der Elektrotechnik. Einer ihrer Pioniere war Werner von Siemens. Und so spannt sich der Bogen von der Gründung des ersten Technischen Büros von Siemens & Halske sowie der Siemens-Schuckertwerke in Chemnitz über den daraus hervorgegangenen VEM Stark-stromanlagenbau, den VEB Numerik "Karl Marx" bis hin zur Übernahme durch die Siemens AG nach der deutschen Einheit.   


Am Standort in Chemnitz - Glösa wurden  20 Jahre Steuerungen für die Industrieautomatisierung der DDR entwickelt und gefertigt. Durch Beschlüsse der Staatsführung der DDR kam dem VEB Numerik "Karl Marx" in Kooperation mit Forschungsinstituten des Maschinenbaus eine Schlüsselrolle für die Steigerung der Produktivität in der DDR und im gesamten Ostblock zu.  Doch die Mikroelektronik des Ostblocks konnte letztlich nicht Schritt halten.


Angefangen von einfachen Relaissteuerungen in den 50er Jahren über Transistorbausteine hielt Ende der 60er Jahre die Mikroelektronik Einzug. Mikroprozessoren und von diesen abgearbeitete Programme erlaubten die Lösung immer komplexerer Aufgaben und erlaubten immer kleinere und energiesparsamere Geräte. Kein anderes Land im RGW-Raum konnte annähernd mithalten, so dass die Produkte ein wichtiges Exportgut waren.    


Das hier entstehende Projekt soll diesen Teil der Chemnitzer Industriegeschichte für Technik- und Geschichtsinteressierte zugänglich machen. Und natürlich möchten wir auch alle anderen Interessierten, die heute durch Chemnitz gehen oder auch nur über diese Stadt lesen, über dieses Kapitel erzählen, von dem heute so gut wie nichts mehr bekannt ist. Es wird eine Weile dauern, bis all das Material, das dafür gesammelt wurde, hier präsentiert werden kann. Die Seite wird also wachsen, deshalb immer mal wieder reinschauen! 

Wir bedanken uns insbesondere bei Hr. Frank Riedel, einem ehemaligen Mitarbeiter der Siemens AG WKC Chemnitz, des VEB Numerik "Karl Marx" und dem Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt, der in jahrelanger Recherche vieles von dem hier zugrunde liegendem Material zusammengetragen hat. Weiter bedanken wir uns bei allen anderen ehemaligen Mitarbeitern, die Material und Informationen bereitgestellt haben. 

Weitere Informationen über Erzeugnisse bis 1990 findet ihr auch auf der Webseite www.robotrontechnik.de
Viele Erzeugnisse aus der Zeit vor 1990 kann man besichtigen, teilweise noch im funktionsfähigen Zustand.
Genannt seien das Rechenwerk Halle:

Rechenwerk-halle.de und www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/standorte/rechenwerk.htm?

sowie das Industriemuseum Chemnitz: 

www.industriemuseum-chemnitz.de

Ein kleine Ausstellung gibt es auch im Werk für Kombinationstechnik Chemnitz der Siemens AG.
Bei Interesse nehmt bitte Kontakt auf.

Pressemitteilungen:

press.siemens.com/de/de/pressemitteilung/siemens-setzt-auf-saechsische-innovationskraft  

wirtschaftsrat.de/de/verband/landesverband-sachsen/alle-inhalte-des-landesverbandes/firmenbesuch-bei-der-siemens-ag-in-chemnitz_bericht/