Im Zeitraum von etwa 1952 bis 1965 entstehen zahlreiche Steuerungslösungen für nahezu alle Industriebereiche. Dabei werden sowohl die manuelle Bedienung als auch mechanische Steuerwerke durch elektrische Lösungen abgelöst.
Diese Steuerungen bestanden aus einer festverdrahteten Logik, das bedeutet, dass für jede Maschine oder Anlage eine spezifische elektrotechnische Lösung, oft mit Hilfe von Relais realisiert, hergestellt wurde.
Den Anfang macht die Zusammenarbeit mit dem Drahtziehmaschinenwerk Kratos in Grüna sowie die Entwicklung und Fertigung von einfachen Maschinensteuerungen in Zusammenarbeit mit den Werkzeugmaschinenherstellern VEB Fritz-Heckert-Werk und VEB Modul in Chemnitz sowie dem VEB Bergmann-Borsig in Berlin. Auch das MZ Motorradwerk Zschopau nutzt VEM-Produkte.
Der Betrieb projektiert und fertigt dabei meist kundenspezifische Lösungen, die in Normschaltschränke eingebaut sind, Baugruppen mit Feder-/Messerleisten einfache Austauschbarkeit bieten und mit verschiedenen Sicherheits- und Schutzausrüstungen versehen sind. Dabei werden Schwach- und Starkstromtechnik kombiniert.
Zunehmend werden standardisierte Teile eingesetzt.
Angeboten werden beispielsweise:
- Steuerungen in Relaistechnik für Werkzeugmaschinen
- Antriebe und Steuerungen für Textilmaschinen
- Steuerungen zur Holzbearbeitung
- Antriebe und Steuerungen für die Chemieindustrie, insbesondere zur Gummiverarbeitung und Reifenherstellung
- Schaltausrüstungen für Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, insbesondere Abfüllautomaten sowie Kühleinrichtungen
- Schaltausrüstungen für polygraphische Maschinen (Hoch-, Tief- und Offsetdruckmaschinen)
- Pendelprüfstände
- Schalttafeln und Schaltwarten
Im Einzelnen seien erwähnt:
Eine Übersicht zeigt dieser Katalog aus dem Jahr 1960: