VEM - Numerik - Siemens

Steuerungsentwicklung in Chemnitz
 

CNC 600

Übersicht 

Die CNC 600 ist eine frei programmierbare Steuerung für Fräs-, Bohr-, Drehmaschinen und Bearbeitungszentren für maximal 5 Achsen. 

Die Serieneinführung erfolgte im Oktober 1979.

Die Maschinensteuertafel kann intern (im Schaltschrank unter dem Bildschirm) oder extern (in einem Panel oder dem Maschinenchassis) angeordnet werden.

Die wesentlichen Highlights sind:

  • Integration von Elementen der Maschinenprogrammierung wie geometrische Formen in die CNC
  • Einfache und vollständige Werkstückkonturprogrammierung
  • Komfortable Unterprogrammtechnik für technologische und werkstückspezifische Unterprogramme
  • Autoprogrammierung für Drehbearbeitung
  • Übersichtliche, komfortable Bedienung
  • Bildschirmanzeige
  • Editieren von Werkstück- und Anpassprogrammen an der Steuerung
  • Programmarchivierung über Lochstreifenstanzer
  • Integration der Maschinenanpassteuerung als PMC
  • Selbstdiagnoseprogramme

Die Hardware basiert auf einem Mehrrechnersystem mit folgender Struktur:




Aufbau der Steuerung

Die Steuerung ist in einen Schaltschrank eingebaut, der mehrere 19“ Kassetten enthält.
Frontseitig befindet sich das Bedienfeld, bestehend aus Bildschirm, Eingabetastatur und der Maschinenbedientafel. Diese kann auch separat außerhalb des Schrankes direkt an der Maschine eingebaut werden.
Weiter befindet sich an der Frontseite ein Lochkartenleser:

  • Typ FS 331 aus der CSSR in CNC 600, CNC 600-1
  • Typ Consul 337 ebenfalls aus der CSSR in der CNC 600-3 (auch als EC6121 von Robotron)

Hinter dem Bedienfeld befindet sich der Bedienblendenrechner mit U880 zur Auswertung der Tastatur und der internen Bedientafel sowie einem Interface zu einer externen Bedientafel.
Die Kartenbaugruppen (bestückte Leiterplatten) in der Rückseite haben Doppeleuropaformat mit direkten Steckverbindern und sind über eine Rückverdrahtungsleiterplatte in einer 19“-Kassette verbunden. Die obere Kassette beinhaltet den sogenannten Leitrechner, der aus Baugruppen des K1520 – Systems von Robotron und eigenentwickelten Baugruppen besteht.
Dazu gehören:

  • ZVE-Baugruppe K2521 (zentrale Verarbeitungseinheit mit Mikroprozessor U880) (Robotron)
  • 4 x Speicherbaugruppen K3820 (16 kByte PROM) (Robotron)
  • 4 x Speicherbaugruppe K3523 (4 / 8 / 16 kByte statischer CMOS-RAM mit Akku) (Robotron)
  • Bildschirmansteuerung AS-ANA (Numerik)
  • Ansteuerung Bedienfeld, Lochbandleser/ -stanzer AS-D/L/S (Numerik)
  • Serielle Interfacebaugruppe  IFSS  (mit V.24, TTY und 4 kByte EPROM) (Numerik)
  • Überwachungsbaugruppe ÜW (Numerik)

Daneben steckt der PMC-Rechner (Programable Machine Control) für die Maschinenanpasssteuerung, dazu gehören:

  • ZVE-Baugruppe K2521 (zentrale Verarbeitungseinheit mit Mikroprozessor U880) (Robotron)
  • Speicherbaugruppe K3820 (16 kByte PROM) (Robotron)
  • Speicherbaugruppe K3523 (4 / 8 / 16 kByte statischer CMOS-RAM mit Akku) (Robotron)
  • Ansteuerung der Prozess-Ein-/Ausgabesteuerung AS-PEAS mit parallelem Interface (Numerik)

Die untere Kassette beinhaltet Wegesteuerungsrechner und Lageregelung. Dazu gehören:

  • ZVE-Baugruppe K2521 (zentrale Verarbeitungseinheit mit Mikroprozessor U880) von Robotron
  • Speicherbaugruppe K3820 (16 kByte PROM) von Robotron
  • Buskoppler aus Busverlängerung und Bustreiber von Numerik
  • bis 5 Lagesteuerungsrechner LRC (mit Mikroprozessor U880) von Numerik
  • bis 5 Messsystemeingangsbaugruppen MSE von Numerik
  • bis 2 Analogausgabebaugruppen zur Achsansteuerung DAW (je 3 D/A Wandler) von Numerik
  • Messtastereingangsbaugruppe ME10 von Numerik

Weiter sind im Schaltschrank noch diverse Stromversorgungsmodule untergebracht.



Maschinenanpasssteuerung PEAS


Die programmierbare Ein-/Ausgabesteuerung (PEAS) bildet die Schnittstelle zwischen CNC und Maschine. Im PMC Rechner wird das Steuerprogramm für maximal 480 Ein-/Ausgänge abgearbeitet und über ein Interface-Kabel an die PEAS weitergeleitet, die in einem eigenen Schaltschrank untergebracht ist, der maschinenspezifisch erstellt wird. Neben verschiedenen Stromversorgungsmodulen können 2 Kassetten mit Kartenbaugruppen zur Prozesssteuerung bestückt werden.
Dazu gehören:


  • Busverstärker (PV)
  • Grundbaugruppe (PG)
  • Überwachung
  • Digitale Eingabebaugruppen (PE)
  • Digitale Ausgabebaugruppen (PA)
  • Digital/Analog-Wandlerbaugruppen (PDA)



Weitere Informationen folgen