Übersicht
Die PS 2000 ist eine speicherprogrammierbare Steuerung in modularer Bauweise. Die Programmabarbeitung erfolgt nicht durch einen Mikroprozessor, sondern eine diskrete Verarbeitungseinheit.
Die Serieneinführung erfolgte im Juni 1979.
Kernstück dieser Steuerung sind Programmspeicherbaugruppen auf der Basis von EPROMs (Erasable Programmable Read Only Memory). Diese Speicherbausteine können nach der Programmierung nur gelesen werden. Der Steueralgorithmus ist also nach der Programmierung dauerhaft abgelegt. Eine Änderung ist möglich, indem die Speicherbausteine komplett gelöscht und neu programmiert werden. Dazu sind spezielle Programmiergeräte nötig, mit denen das Löschen über UV-Licht, mit dem der Chip bestrahlt wird, sowie das Programmieren über spezielle elektrische Signale erfolgt.
Verwendet werden EPROMs mit einer Kapazität von 256 Byte (256 x 8 Bit). Je 2 parallele EPROMs werden wortweise organisiert, so dass der Basisausbau 256 Worte (256 x 16 Bit) betrug. Im Maximalausbau konnte mit 32 EPROMs ein Befehlsumfang von 4k Worten erreicht werden.
Als EPROM kommt der Baustein U552C aus dem VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt zum Einsatz, der dem INTEL C1702A entspricht.
Details dazu gibt es hier: richis-lab.de/ROM03
In der überarbeiteten Variante PS 2100 kommen ab 1987 statt dessen EPROMs vom Typ U2716 mit einer Speicherkapazität von 2 kByte (2048 x 8 bit) zum Einsatz.
Die Programmabarbeitung erfolgt auf einer Verarbeitungsbaugruppe ZVE (zentrale Verarbeitungseinheit), die aus integrierten Logikbausteinen in TTL-Technik aufgebaut ist. Damit ist die Verarbeitungszeit nur von den Schaltzeiten der Bausteine abhängig. Ein Zyklus aus 1k Anweisungen kann in etwa 4 ms abgearbeitet werden, damit gehört die PS 2000 zu den schnellsten SPS der 80er Jahre.
Prinzipbild:
Aufbau
Die PS 2000 wird entweder als Schrank- oder Rahmenvariant geliefert.
Als Schrank kommt eine Schaltschrank aus dem EGS (einheitliches Gefäßsystem der DDR) zum Einsatz, die Ausbaustufe kann vom Kund projektiert werden.
Abmessungen: 600 x 1600 x 400 mm³ (BxHxT)
Alternativ kann die Steuerung vom Kunden selbst in einen Schrank eingebaut werden, dafür stehen 2 Rahmenvariante zur Auswahl.
Abmessungen: 578 x 974 x 340 mm³ (BxHxT) für maximal 256 Ein-/Ausgänge
578 x 1494 x 340 mm³ (BxHxT) für maximal 512 Ein-/Ausgänge
Für besonders enge Platzverhältnisse gibt es die PS 2000/1 als Kassettenaufbau mit Stromversorgung und einer Überwachungseinheit, Zentraleinheit (ZVE, Taktzentrale, Programmspeicher) und maximal 8 Ein-/Ausgabebaugruppen für maximal 128 Ein-/Ausgänge.
Abmessungen: 518 x 235 x 280 mm³ (BxHxT) für maximal 128 Ein-/Ausgänge
Folgende Baugruppen kommen in der PS 2000 zum Einsatz:
Alle Baugruppen haben das Format des K1520-Systems von Robotron, jedoch wird ein eigenes Bussystem verwendet.
Etwa 1987 wird die PS 2100 ausgeliefert, die über modernere Speicherbausteine und Schaltkreise in LS- statt TTL-Technologie nutzt, um den Stromverbrauch zu reduzieren und die Stromversorgung zu vereinfachen.
1989 wird eine weitere überarbeitete Version vorgestellt, die PS 2200, in welcher alle diskreten Bauteile in SMD-Technologie ausgeführt sind. Davon werden jedoch nur sehr wenige Exemplare ausgeliefert.
Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Technischen Daten:
Eine ausführliche Anwenderbeschreibung ist in folgendem Prospekt zu finden: